Tränen in Armenien
Armenien ist ein Land mit einer tragischen Vergangenheit. Das Gebiet mit seinen 29.800 km2 ist ein gebirgiger Kaukasusstaat und von anderen Ländern eingeschlossen. Dieses Land war wegen seiner strategischen Lage ein Puffer zwischen Byzantinien (der heutigen Türkei), Russland und dem Persischen Reich (heutiger Iran). 70 Jahre Marxismus und ein Jahrhundert von schlimmer Verfolgung der Armenier haben tiefe moralische und soziale Wunden hinterlassen. 1915 wurden 1,5 Millionen Armenier massakriert, weil sie sich zum christlichen Glauben bekannt haben.
Im
Jahre 1988 wurde Armenien von einem starken Erdbeben erschüttert, das große
Zerstörung anrichtete und die ohnehin schwache Wirtschaft fast ganz zum Erliegen
brachte. Durch die ständigen Unruhen in den Kaukasus–Regionen wurde die
Kommunikation zum Rest der Welt abgeschnitten. Große Teile der Bevölkerung leben
in unvorstellbarer Armut.
In diesen Verhältnissen lebte Pastor und Evangelist Galoust Sargsyan mit seiner Familie. Er war 44 Jahre alt, als er am 10. September 2002 nach kurzer Krankheit starb. In der Zeit des Erdbebens im Jahre 1988 fand er zum Glauben an Jesus Christus. Damit nahm sein Leben eine positive Wende. Er besuchte bald darauf eine Bibelschule in Moskau, um den Menschen besser dienen zu können. In seinem anschließenden Dienst gründete er sieben Gemeinden und wirkte in ihnen als Pastor. Mit Freude im Herzen legte er in der Winterzeit bei Temperaturen bis zu minus 30°C Entfernungen von 25-30 km zu Fuß zurück.
Pastor
Galoust hinterlässt seine Frau Larisa, 40 Jahre alt, und 5 Kinder. Sie leben in
unbeschreiblich ärmlichen Verhältnissen und brauchen dringend Unterstützung. Es
war ein schwerer Schlag für die Familie, den Versorger zu verlieren. Mit einem
unerschütterlichen Glauben vertrauen sie Gott.
Viele Menschen in Armenien sind in ähnlicher großer Not. Schmerz, Zorn und Bitterkeit aus der tragischen Vergangenheit können nur durch Vergebung ausgeheilt werden. Dazu braucht es Anleitung und Unterstützung. Das gesamte Erziehungssystem braucht Umwandlung und Herstellung der richtigen Werte. Armenien benötigt Frieden und gute Beziehungen mit den umliegenden Nationen für seine Wiederbelebung und für die wirtschaftliche Wiederherstellung.
Obwohl das Land potenziell reich ist an Mineralien, Landwirtschaft und Wasserkraft, sind Arbeitslosigkeit und Armut weit verbreitet.
Das Hilfswerk Samariter-Dienst unterstützt Familien in Armenien auch finanziell, da Transporte in diese weit entfernten Gebiete zu teuer und somit unrentabel wären. Wir sind dankbar für Menschen wie Galoust Sargsyan, der sein Leben einsetzte, um anderen Menschen zu helfen.
Stefan Krust
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Das Hilfswerk SamariterDienst
hilft notleidenden Menschen
und dient zur Ausbreitung des Evangeliums
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Hilfswerk SamariterDienst e.V.
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