MARANATHA - Kinderheim in Rumänien


Ligor Hada ist Pastor der Pfingstgemeinde in Honeduara, Rumänien. Die Gemeinde, die er 1981 mit etwa zweihundert Zugehörigen übernommen hat, zählt heute eintausendzweihundert Mitglieder und etwa sechshundert Kinder und Jugendliche.

Selber als Halbwaise in ärmsten, kaum zu beschreibenden Verhältnissen aufgewachsen, wurde ihm die Fürsorge für Kinder zum dringenden Anliegen seines Dienstes und Lebens. Die schreiende Not vieler Waisen und sozial benachteiligter Kinder in Rumänien sehend, reifte bei ihm und seiner Frau Josefina mehr und mehr der Entschluss, diesen Ärmsten der Armen konkrete Hilfe zu leisten.

Im Jahr 1990 bekam Pastor Hada die Gelegenheit, für mehrere Wochen Verwandte in den USA zu besuchen. Dort nützte er diese Zeit, um als Hilfsarbeiter zu arbeiten. Auf diese Weise verdiente er 5.000 US-Dollar. Das wurde der Grundstock für das Kinderheim Maranatha.


Kinderheim Maranatha


Pastor Hada und seine Frau

Ein Jahr später wurde in Honeduara ein Gebäude zum Kauf angeboten, welches sich in einem chaotischen Zustand befand. Während der kommunistischen Zeit residierte darin eine Unterabteilung der gehassten Staatspolizei Securitate. Aus Rache für das durch dieses berüchtigte Organ begangene Unrecht, zerstörte die Bevölkerung nach der politischen Wende alles, was sich in diesem Gebäude kurzerhand zerstören ließ. Dieses, dadurch eher einer Ruine gleichende Objekt, kaufte Pastor Hada 1991 für 6.500 US-Dollar. Zusammen mit einigen freiwilligen Helfern ging er entschlossen an die Arbeit. Rund drei Jahre dauerte die umfassende Renovierung. Die Mühe hat sich gelohnt. Mit großer Freude wurde am 1. August 1995 das nicht wieder zu erkennende Heim eröffnet.

Heute beherbergt Maranatha fünfundzwanzig Waisen und Sozialkinder, die aus schlimmsten Verhältnissen kommen. Es bietet noch Raum für mindestens weitere fünfzig solcher heimat- und elternloser Kinder, von denen noch ungezählte Tausende in Ruinen, Kanalisationen, unter Brücken und auf den Straßen Rumäniens in katastrophalen Zuständen hausen. Das einzige Problem sind die fehlenden finanziellen Mittel, um weitere Kinder in diesem Heim aufzunehmen und zu versorgen.

Pastor Hada und seine Frau Josefina sind die Seele dieses Werkes. Sie haben aus dieser ehemaligen Ruine ein bewundernswertes Schmuckstück gemacht, in dem absolut vorbildliche Ordnung und Sauberkeit beeindrucken. Zusammen mit einer Handvoll Mitarbeitern sind sie von morgens bis abends unermüdlich tätig, um ihre Kinder nach Leib, Seele und Geist gut zu versorgen. Der Erfolg ist offensichtlich: Eine fröhliche, gesunde Schar von Kindern spielt und lärmt durch Haus und Garten. Eine warme, familiäre Atmosphäre ist im ganzen Heim spürbar.

Speisung von SozialkindernIm Dezember 2000 wurde zusätzlich zum Dienst im Kinderheim eine Speisung von Sozialkindern aus der Stadt begonnen. Eine städtische Kommission hat die Kinder aus den ärmsten Familien der Stadt ausgewählt. Es sind Familien, bei denen das monatliche Einkommen pro Kopf unter einem US-Dollar liegt. Die Verhältnisse, aus denen diese Kinder kommen, sind schlicht und überwiegend menschenunwürdig. Nun bekommen etwa fünfzig solche Kinder an fünf Tagen der Woche eine gute, warme Mahlzeit. Anschließend dürfen sie zu ihrer persönlichen Erneuerung und Auferbauung an einem geistlichen Programm teilnehmen.

Sowohl das Kinderheim als auch das Programm der Speisung werden durch freiwillige Spenden finanziert. Begrenzte Einnahmen gehen nur sporadisch von unterschiedlichen Sponsoren ein.

Finanzielle Engpässe sind ein Dauerzustand, der diesen wirklich mustergültigen Dienst limitiert und das wünschenswerte Wachstum verhindert. Die kleine, etwa zwanzig Kilometer entfernte Landwirtschaft, die zum Werk gehört, hilft zwar beachtlich mit, doch auch da ist die mögliche Kapazität längst ausgeschöpft.

Pastor Hada und seine Frau Josefina sind von Herzen dankbar für jede Hilfe, die sie schon bisher erhalten haben. Sie haben sich über all die Jahre selbstlos und unermüdlich bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit für das Werk eingesetzt. Jetzt haben sie einen Punkt erreicht, an dem sie dringend auf eine regelmäßige, monatliche Unterstützung angewiesen sind, um die Arbeit weiterhin voran zu bringen. Aus diesem Grund bitten wir unsere Leser mitzuhelfen, für die schon vorhandenen und erst recht auch für neu hinzukommende Kinder im Heim Maranatha Pateneltern zu finden, die bereit sind, eine Patenschaft von monatlich Euro 35, - pro Kind zu übernehmen. Des weiteren sind wir natürlich auch für jede Spende zur täglichen Speisung der Sozialkinder sehr dankbar.
Genaue Einzelheiten über die Einzahlung von Patenschaften und Spenden finden sie auf der Webseite "Über uns".

Dieter L. Knospe

 

 


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