Kaliningrad/Russland

Hilfslieferung löste große Begeisterung aus

Im Gebiet Kaliningrad ist es für die Menschen nicht einfach, ihr Leben so zu gestalten, dass sie die Armut vergessen können. Früher wurde hier viel Landwirtschaft betrieben, heute liegen die Felder zum größten Teil brach, obwohl das Klima im Kaliningrader Gebiet eine gute Mischung aus östlichem Festlandklima und westeuropäischem Meeresklima ist. Die Meeresnähe beeinflusst auch die Lufttemperatur. Die Böden sind gut und fruchtbar. Die Voraussetzungen für Agraranbau sind somit vorbildlich, und wenn man genau hinschaut, gibt es genug zu tun. Doch leider will keine größere russische Firma etwas in den Bereich der Landwirtschaft investieren. Ebenso haben ausländische Unternehmen kaum Interesse, Arbeitsplätze zu schaffen. Die hohe Arbeitslosigkeit treibt besonders die jungen Leute in die Kriminalität oder in die Drogenszene. Aids und Tuberkulose liegen wie Schatten auf der Bevölkerung, und Tag für Tag hört man die Schreckensmeldungen von Toten.

Die Stadt Kaliningrad wurde nach dem 2. Weltkrieg Verwaltungszentrum des Kaliningrader Gebietes. Von 1946 bis 1991 war Kaliningrad jedoch lediglich Verwaltungszentrale eines total abgeschirmten Militärdistrikts, in dem nichts erneuert und kaum etwas ausgebessert wurde. Die wenigsten Menschen, die dort wohnten, waren freiwillig dorthin gekommen. Heute leben in der Kaliningrader Region bereits die zweite und die dritte Generation von Russen, Weißrussen, Ukrainern, Kasachen, Litauern und anderen ehemaligen Sowjetbürgern. Für die Menschen, die dort geboren wurden und dort eine Familie gründeten, sind die Stadt und die Region zu ihrer Heimat geworden. Mitten hinein in diese Finsternis tragen die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Internationalen Hilfswerk SamariterDienst das Licht der praktischen Nächstenliebe. In dieser passiven Welt der Depression ist das aktive, motivierte Eingreifen und Helfen der vielen Mitarbeiter eine ganz andere Welt. Das Jahr 2004 begann für viele Kinder in der Region Kaliningrad zur Abwechslung einmal sehr ermutigend. Auslöser dafür war eine Hilfslieferung durch das HSD aus Deutschland. Eine große Anzahl von Päckchen mit Lebensmitteln erreichte die Exklave Russlands. Dieser Dienst entstand bereits im Jahre 1993. Viele notleidende Kinder wurden zu einem Fest eingeladen. Die Hilfsgüter wurden an Kinder, Familien und Senioren verteilt. Das löste eine Flut der Begeisterung und Freude aus. Die Kaliningrader sind von Herzen dankbar für jede Hilfe, die sie bekommen.

 

Rudi & Fia Schepik

Koordinator für GUS-Länder

 


Das Hilfswerk SamariterDienst hilft notleidenden Menschen

und dient zur Ausbreitung des Evangeliums

Hilfswerk SamariterDienst e.V.

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